Rückgrat
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Rast bei der Enzianhuette
 
verschneite Wege
 
Schneebedeckter Mühldorfer Steinbruch
 
Die Gleichenberger Kogel
 
Winterwanderung
 
Genießen Sie die Aussicht

Das Rückgrat ist wie folgt in drei Tagesetappen unterteilt:

1. Etappe: Feldbach - Bad Gleichenberg
Ausgangspunkt: Bahnhof Feldbach

Vom Kopf zum Herz

Zunächst wandern wir vom Feldbacher Bahnhof stadteinwärts zum Hauptplatz. Weiter über Burgfried verlassen wir Feldbach und kommen nach Mühldorf, von wo aus wir den Steinberg, einen Basaltvulkan, besteigen. Auf dem steinernen Rückgrat wandern wir auf die beiden Gleichenberger Kogel zu, durchqueren einen Graben und steigen zum Höchkogel in Gossendorf an, der einen traumhaften Blick auf die sanft geschwungene Landschaft bietet. Weiter auf dem Höhenrücken erreichen wir schließlich den Gleichenberger Kogel, den ältesten Vulkan der Region. Das rötlich und gelblich schimmernde Gestein beim Steinbruch, den wir während des Aufstiegs durchqueren, ist Trassgestein, das nach dem Erlöschen des Vulkans durch vulkanische Dämpfe und Gase entstanden ist. Hier ganz in der Nähe wird auch der Naturfango abgebaut, der in den Thermen für Schlammpackungen verwendet wird.

Wir umgehen den Steinbruch und wandern auf halber Höhe unter dem Gipfel des Bschaidkogel vorbei zum Mühlsteinbruch. Hier können Sie mit etwas Glück sogar noch Fossilien finden, die vor rund 10 Millionen Jahren von der damaligen „Mur“ hier angeschwemmt wurden!

Auf dem Waldweg geht es dann hinab nach Bad Gleichenberg, dem Herzzentrum in dem natürliche Heilwasser für Herz-Kreislauf-Probleme sprudeln. Durch das Ortszentrum hindurch kommen wir zum berühmten Kurpark. Etwas weiter ist dann schon der Bahnhof der Gleichenberger Bahn, wo entweder die Tour Nr. 13 anschließt oder die Möglichkeit zur Rückfahrt nach Feldbach besteht.

2. Etappe: Bad Gleichenberg - St. Anna am Aigen
Ausgangspunkt: Bahnhof Bad Gleichenberg

Übers Basaltplateau zu den Weinbergen

Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte zum Kurpark, in dem wir schnell auf die Markierung des Rückgrats treffen. Ihr entlang verlassen wir Bad Gleichenberg Richtung Süden, queren die Landesstraße und steigen über Steinbach und schließlich im Wald zum Stradner Kogel, der mit 609m höchsten Erhebung des Vulkanlands, an. Anstatt eines Gipfelrundblicks überrascht uns das weitläufige Basaltplateau von Hochstraden, das vor 2 Millionen Jahren aus dünnflüssiger Lava entstand, die einfach durch einen Schlot ausfloss, sich auf dem darunterliegenden Geröll verteilte und zu einem „Basaltdeckel“ erstarrte.

Wir überqueren das Plateau, um zum Waltrafelsen zu gelangen, wo wir den langsam abbröckelnden Rand dieses „Deckels“ sehen können. Dieser mystische Ort ist ein uralter Kultplatz, wovon auch Fundgegenstände zeugen.
Weiter durch den Wald wandern wir nach Schemming, wo sich neben der Kapelle ein wunderschöner Blick auf St. Anna öffnet.

Durch herrliche Weinberge geht es nun recht steil hinab ins Pleschbachtal, über den Bach und auf der anderen Seite durch den Wald schräg aufwärts, am Tennisplatz vorbei steil in den stolz auf dem Felsen thronenden Ort hinauf. Als besonderes „Schmankerl“ beherbergt der bekannte Weinbauort die Gesamtsteirische Vinothek, in der nach Lust und Laune probiert werden kann.

3. Etappe: St. Anna am Aigen - Tieschen
Ausgangspunkt:Gesamtsteirische Vinothek St. Anna, Parkplätze im Ort

Durch Vulkan und Wein

Dieser Weg startet etwas ungewöhnlich, nämlich von der Aussichtsterrasse mit Blick nach Slowenien die Stiege zur Vinothek hinunter und über die untere Terrasse auf eine Wiese. Weiter geht es unter der Kirche vorbei, über die Straße und den steilen Abhang hinunter. Über den Pleschbach und weiter über Wiesen und Felder stoßen wir in Klapping schließlich auf ein Kuriosum: Aus der Tiefe austretendes Kohlendioxid bringt die „Brodelsulz“ zum sprudeln! Das Gas entsteht aus tief unter Lava und Asche vergrabenem organischem Material, das langsam zu Torf und Kohle verwandelt wird.

Durch den Wald und an einem frei zugänglichen Mineralwasserbrunnen vorbei kommen wir zu einem schön gestalteten Rastplatz mit Brunnen in Frutten. Ein kurzes Stück geht es auf der Straße durch die Gemeinde, um dann durch die Weinberge und ein Waldstück zur Vulkanlandaussichtswarte hinaufzusteigen. Nun wandern wir auf dem „Drachenrücken“ entlang zum Rosenberg, wohl einem der schönsten Flecken des Vulkanlands.

Sanft abwärts geht es nun durch die Weinberge am Rand des natürlichen „Amphitheaters“ entlang, bis wir an der Straße zwischen Hof und Frutten den Hügelrücken Richtung Größing verlassen. Durch den fast unheimlich anmutenden Größinger Tanner, in dem noch einige Hügelgräber aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. zu sehen sind, und über den Drauchenbach erreichen wir schließlich Tieschen.

Gehzeit:
gesamt ca. 3 Tage
1. Etappe: ca 5 Stunden
2. Etappe: ca. 5 Std. 15 Min.
3. Etappe: ca. 5 Std. 20 Min.

Wegcharakteristik:
Wiesen- und Waldwege mit wunderschönen Rundblicken über die sanfte Hügellandschaft. Mehrere Anstiege mit 50 bis 200 Höhenmeter.

Einkehrmöglichkeit:
1. Etappe:
GH Amschl, Mo Ruhetag, 03152/2285
GH Pension Kulmberghof, tgl. geöffnet, 03159/2382
GH Zum Bauernhansl, Mo Ruhetag, 03159/2610
Gastronomie in Bad Gleichenberg
Hotel Gleichenbergerhof, Bad Gleichenberg neben Therme, 03159/2424

2. Etappe:
Gastronomie in Bad Gleichenberg und St. Anna
BS Hirschmann, Steinbach, Mai-Sept, 03159/2516
BS Schober, Hochstraden, tgl. geöffnet, 03158/2224
GH Fischer, St. Anna, Mo Ruhetag, 03158/2259
Ferienwohnungen Pfeifer, Annaberg - St. Anna, 03158/2313

3. Etappe:
BS Pfeifer, Ostern-Nov, Mi + Do Ruhetag, 03158/2313
BS Scharl, Eruptionswein, März-Juli, Sept-Nov, Mo + Di Ruhetag, 03158/2314
BS Neubauer, Apr-Juni, Okt-Jän, Mo + Di Ruhetag, 03158/2264
BS Seidl, Okt-Ostern, Mo + Di Ruhetag, 03158/2380
GH List, tgl. geöffnet, 03158/2210
Heuriger Rosenbergl, Gästezimmer, Mo + Di Ruhetag, 03473/8322
GH Wohlkinger, Mo Ruhetag, 03475/2540
GH Königsberghof, Gästezimmer, Mi Ruhetag, 03475/2215
Winzerzimmer & Gourmetschenke Kolleritsch, Tieschen, 03475/2305


Karte und Download GPX-Datei 1. Etappe
Karte und Download GPX-Datei 2. Etappe
Karte und Download GPX-Datei 3. Etappe
 
Vernetzte Wanderthemenwege entlang "Rückgrat"
Bad Gleichenberg, Vulkankegel & Mühlsteinbruch (Waldlehrpfad)
St. Anna, Weinweg der Sinne
Tieschen, Sonnengesangsweg
Tieschen, Basaltspalte
Feldbach, Bahnwanderweg
Merkendorf, Ameisenstraße
Gossendorf, Höchkogelweg
Tieschen, Tau-Weg der Riede