Besinnungsweg Eichkögl
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Geschichte & Hintergrund zum Besinnungsweg Eichkögl
 
2. Station mit der Gnadenmutter - raste, suche dein Ziel, finde den Weg
 
3. Station - überwinde Sorgen, vertraue und hoffe, wachse
 
4. Station - bleibe nicht allein, öffne dein Herz, teile dein Leid
 
Rath-Kapelle
 
Wallfahrerkirche Klein Mariazell
 
Nikolauskapelle in Eichkögl
 
Gasthof Monschein-Freißmuth
 
Erbersdorfer Kreuz

Im Zuge dreier Holzstationen wird entlang des Besinnungsweges die Entstehungsgeschichte des Wallfahrtsortes Eichkögl gespiegelt, die vor rund 180 Jahren ihren Anfang nahm.
Die Eichköglerin Theresia Payer brachte ein Votivbild mit einem Abbild von Mariazell an einer Birke an, wo rund 25 Jahre später als Danke nach einer schweren Krankheit ihres Mannes Anton Kobald eine Kapelle entstand.

Das kleine Kirchlein wurde bald von Gläubigen und Muttergottes-Verehrern aus nah und fern aufgesucht. Aufgrund dieses zunehmenden Pilgerstromes wurde die Kapelle bald zu klein und das Ehepaar Kobald begann mit der Errichtung einer Kirche. Diese wurde 1890 eingeweit und seit 1926 ist Eichkögl auch eine eigene Pfarre.

Ausgehend vom Bahnhof Fladnitz gelangen Wanderer entlang des Gehsteigs bis zur Dorfkapelle Erbersdorf. Dann rechts gehen, sie sind bereits am markierten Besinnungsweg und am Waldrand auf der linken Seite ist die Schutzmantelmadonna sichtbar. Naturnah geht es hinauf nach Eichkögl.
Direkt bei der Wallfahrtskirche ist oberhalb der Sakristei eine Sammlung von Votivgaben in der "Schatzkammer". Am Gasthof Schalk vorbei führt der Weg rechts durch den Ort am Geh- und Radweg bis zur Nikolauskapelle. Hier ist es Brauch, dass jedes Jahr am 5. Dezember die Krampusse ausgelassen werden. Nach etwa 200 Meter führt der Weg links durch ein Waldstück und dann entlang des Höhenweges bis zur Heurigenschenke Papst mit Streichelzoo. Rechts über die Kuppe weist der Weg zum Gasthof Monschein, hier kann auch genächtigt werden. Und den steilen Hügel hinunter gelangt man wieder zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof.

Mensch & Glaube
An jedem 13. des Monats findet eine Abendmesse für Pilger statt. In privat organisierten Kleingruppen wird an diesen Tagen nach Eichkögl gegangen.

Gehzeit:
Als Runde ist der Besinnungsweg ab dem Bahnhof Fladnitz, dem Gasthof Monschein, der Heurigenschenke Papst oder ab der Wallfahrtskirche Eichklögl begehbar. Gehzeit ca. 2 Std.10 Min., beidseitig beschildert, Parkmöglichkeiten vorhanden. Ganzjährig begehbar.

Wegcharakteristik:
Wald-, Wiesen- und Asphaltwege wechseln sich ab.
Die Wallfahrtskirche Eichkögl, auch Klein Mariazell genannt, ist Ausgangspunkt für Pilgerwanderungen nach Mariazell und liegt am spirituellen Weg zwischen Kirchberg (10 km) und Unterlamm (54 km).

Impuls - Mensch:
Nikolauskapelle
Hier sammeln sich Wallfahrergruppen zum gemeinsamen Einzug in die Kirche. Hr. Michael Kaufmann baute 1862 dem Hl. Nikolaus zur Danksagung eine Kapelle, heute in Privatbesitz von Fam. Fuchs.
Die ursprüngliche Holzverkleidung wurde im Laufe der Jahre mit Ziegel ersetzt und die Statue wurde restauriert. Der Hl. Nikolaus ist der volkstümlichste und beliebteste Heilige der Adventzeit.
Er war Bischof von Myra in Lykien (Kleinasien), wo er um die Wende zum 4. Jhdt. gelebt und gewirkt hat. Nikolaus wurde zum Schutzpatron der Seefahrer, Flößer, Fischer, Brückenbauer, der Kaufleute und Händler, der Bäcker, Apotheker, Tuchmacher ...
Er wurde zum Patron des "fahrenden Volkes" und auch zum Heiligen der Diebe und Verbrecher. Auch die Gebärenden und alle Liebenden riefen zu ihm, um sich seines Beistandes zu versichern. Sein Festtag, der 6. Dezember, ist im Abendland zuerst in Neapel nachweisbar. Der Hl. Nikolaus ist in bischöflichen Gewändern mit Buch sowie mit Stab und Mitra dargestellt. Drei goldene Äpfel sind die Attribute des Heiligen, die meistens auf dem Buch in der Hand des Bischofs liegen.
Als ein Gefolge vom Hl. Nikolaus kommt der Krampus vor. Die Krampusse selbst jagen am Vorabend, dem 5. Dezember (Krampustag), durch die Dörfer (Krampuslauf), noch ungezähmt vom Nikolaus vor dessen Erscheinen, so hat sich auch rund um Eichkögl der Ausspruch manifestiert: "Krampus auslassen bei der Nikolauskapelle!".

Einkehrmöglichkeit:
Gasthof Monschein-Freißmuth, 03115-2330
Kleinmariazellerhof Schalk, 03115-2460
Heurigenschenke und Tierpark Papst, 03115-4728
Gästehof Brandl, 03115-3283
Trinkwasserbrunnen vor der Wallfahrtskirche in Eichkögl

Wegeinfos: Gemeinde Eichkögl, 03115-2590

Karte und Download GPX-Datei Besinnungsweg Eichkögl

Eröffnung des Einkehrplatzes am spirituellen Weg in Eichkögl:
 
 
Downloads:
Einstimmungsgeschichte f. Besinnungsweg | 417k